BERICHT MÄRZ 2010

Mit der großzügigen Unterstützung vieler KünstlerInnen und SponsorInnen, MitgliederInnen und SpenderInnen konnten wir bereits über 3.000 Streunertiere auf Kos kastrieren und medizinisch versorgen.

Wir danken Ihnen hiermit nochmals von ganzem Herzen und im Namen unserer Schützlinge für Ihre großartige Unterstützung, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre!

Dank unseren regelmäßigen Einsätzen auf der Insel seit dem Jahr 2005, konnten wir bei unserem letzten Kastrationsprojekt im März 2010 große Erfolge unserer Tätigkeit erkennen. Wieder haben wir im März diesen Jahres über 370 Tiere kastriert und weit mehr medizinisch versorgt.

Durch die Arbeit des erfahrenen ETN-Ärzteteams aus Deutschland, das teilweise auf mehr als 20 Jahre Berufserfahrung zurückblickt, und der Unterstützung unserer ehrenamtlichen HelferInnen auf der Insel sieht man nun viel weniger kranke und abgemagerte Tiere. Dort wo wir die Tiere bereits behandeln konnten, hat sich die Population erfolgreich stabilisiert. Wir sind stolz darauf, dass wir ein derart erfahrenes und professionelles Team haben, welches ausgezeichnete Arbeit leistet.

Durch das hochwertige Futter das wir kaufen und welches von unseren HelferInnen regelmäßig verteilt wird, wird das Immunsystem der Tiere nachhaltig gestärkt und dies kann man ihnen auch deutlich ansehen. Die Streunertiere sehen viel gesünder und vitaler aus.

Trotz anfänglicher Skepsis vieler InselbewohnerInnen ist die Akzeptanz in der Bevölkerung, aufgrund unserer professionellen Arbeit, gestiegen und so helfen uns immer mehr Leute vor Ort die Tiere einzufangen, sie zu kastrieren, medizinisch zu versorgen und sie ganzjährig zu füttern. Daher werden wir dieses Jahr sogar expandieren und bei unserer nächsten Aktion im November auch Streunertiere auf den Nachbarinseln von Kos versorgen.

Schattenseiten - Probleme vor Ort

Einheimische Tierärzte haben uns nie sehr geschätzt und versuchen nun unsere Arbeit zu boykottieren und uns vor Gericht zu bringen. Da wir aus diesem Grund nicht mehr mit ihnen zusammen arbeiten, hat u.a. eine Tierärztin die Behandlung einer sterbenskranken Katze abgelehnt. (Foto im Bericht). Leider zählt für griechische Tierärzte das Geld weit mehr als das Wohl der Tiere.

Auf Kos gibt es vier Tierärzte, keiner von ihnen behandelt Straßentiere kostenlos. Alle diese Aufwendungen werden von privaten Tierschutzorganisationen oder TierschützerInnen übernommen.

Wir bekommen auch keinerlei Unterstützung von der griechischen Politik, weder der Bürgermeister von Kos, noch jemand anderer aus der Politik hilft uns. Nun werden wir unser Recht, vor Ort kastrieren zu dürfen, beim EU-Parlament einklagen. Für diesen Schritt benötigen wir allerdings einen Anwalt, der sehr teuer sein wird. Doch leider scheint dieser Weg im Moment unumgänglich, um tatsächlich etwas in Griechenland bewegen zu können.

Eigentlich eine unglaubliche Geschichte, wenn man die derzeitige wirtschaftliche Situation Griechenlands bedenkt. Man sollte annehmen, dass Griechenland Interesse an einer derartigen Aktion zeigt, die von den Touristen so positiv aufgenommen wird.

Bitte helfen Sie uns weiterhin Leben zu retten und unsere erfolgreiche Arbeit aufrecht zu erhalten. Wir brauchen auch in Zukunft dringend finanzielle Unterstützung und ehrenamtliche Helfer um unser Projekt fort zu führen, da wir von offizieller Seite leider keinerlei Hilfe bekommen!

Leider immer noch Alltag in Griechenland – 2 Beispiele die viel über dieses Land erzählen:

Regelmäßig werden massenhaft streunende Tiere, vor allem zu Ostern, in Griechenland vergiftet. Es ist egal, ob diese Tiere kastriert sind oder nicht: Auch heuer wurden wieder viele Tiere, die wir bereits kastriert haben, vergiftet aufgefunden!

BABYKATZEN IN KARTON BEI GRÖSSTER HITZE AUSGESETZT – NUR 2 VON 14 LEBEN NOCH!

Obwohl unser Projekt auf Kos Wirkung zeigt und sich die Katzen- und Hundepopulationen, dort, wo wir bereits kastrieren konnten, erfolgreich stabilisiert haben, gibt es leider auf dieser Insel immer noch viele Menschen, die keinen Respekt vor anderen Lebewesen haben und auch Tiere vergiften oder sie misshandeln.
So hat unser befreundeter Tierschützer und Helfer vor Ort, Vangelis Trakossa, vor einigen Tagen eine Schachtel mit 14 Babykatzen gefunden, ausgesetzt von herzlosen Menschen die kein Gefühl für Tiere haben. Die Katzen lagen mehrere Tage in der sengenden Sonne und sind fast alle verhungert und verdurstet. Lediglich zwei Katzenkinder konnten noch gerettet werden und kämpfen nun auf einer privaten Pflegestelle um das nackte Überleben!
Um diese Kätzchen behandeln zu können, brauchen wir dringend finanzielle Unterstützung. Eine Spende oder eine Patenschaft speziell für diese kleinen Kätzchen ermöglicht es uns, die Behandlungen dieser geschwächten Geschöpfe zu finanzieren; denn Medikamente und Spezialfutter sind sehr teuer.
Die Patenschaft für eine Katze beträgt monatlich € 12,- (Download Formular)
Wir freuen uns aber auch sehr über einmalige Spenden, um gezielt Medikamente und Futter kaufen zu können.

SCRUFFY - BESITZERIN VERWEIGERT BEHANDLUNG

Die Besitzerin eines kranken ca. 10-jährigen Katers, der ein derart schlechtes Gebiss hatte, dass er nicht mehr fressen konnte, hat die Behandlung abgelehnt, obwohl wir die Kosten hierfür übernommen hätten! Erst als wir ihr gedroht haben, die Geschichte zu veröffentlichen, war sie dazu bereit, den Kater in unsere Obhut zu übergeben. Nun befindet er sich im Tierheim von Vangelis Trakossa, wird dort behandelt und aufgepäppelt. Auch für Scruffy brauchen wir dringend Geld, um ihn weiter behandeln und versorgen zu können. Für ihn und dem einäugigen Langhaarkater suchen wir auch dringend ein fixes zu Hause bei Katzenfreunden, die einem Tier, das schon viel mitgemacht hat eine bessere Zukunft schenken möchten!

Herzlichsten Dank im Namen der Streunertiere von Griechenland!

>Fotos