KATER SCRUFFY

Kater Scruffy und seine griechische Tragödie

Kater Scruffy, ein ca. 10-jähriger Kater ist am Samstag den 5.6.2010, nach langem Leiden, eingeschläfert worden.

Dieser Kater wurde vor ca. drei Wochen von einer Tierschützerin auf den Straßen von Kos eingefangen, nachdem Tierschützer bereits über ein halbes Jahr versucht hatten den Kater vergeblich in eine Box zu locken, um ihn behandeln zu können. Denn sein eigener Besitzer scheuchte ihn immer wieder weg, da er nicht wollte dass ihn jemand zum Tierarzt bringt.

Wenn man nun glaubt, dass Scruffy nun endlich Glück hatte, irrt man sich. Die erste Tierärztin, bei der unsere Helfer waren, Popi Patakou lehnte es ab, den Kater zu behandeln, weil die Tierschützerin, die den Kater hinbrachte, mit der Tierhilfe Kos zusammenarbeitet.

Popi Patakou versucht mit allen anderen Tierärzten auf Kos die Kastrationseinsätze der Tierhilfe Kos mit deutschen Tierärzten zu verhindern. Die zweite Tierärztin Helene Grigoriou nahm sich Scruffy an, doch sie behandelte den armen Kerl mit Cortison, obwohl der alte Kater bereits ein massives Nierenproblem hatte. Sein Zustand verschlechterte sich zunehmend aufgrund dieser Behandlung. Trotzdem scheute sie sich nicht davor, den armen Kater auch noch in Narkose zu legen, um ihm Blut für einen Leukose- und Katzenaids-Test zu entnehmen. Dieser Test war negativ, doch die Schäden der falschen Behandlung und der unnötigen Narkose blieben.

Scruffy

Am Freitag den 4.6. und Samstag den 5.6.versuchte Frau Winterleitner, Obfrau der Tierhilfe Kos vergeblich den Kater bei Yiannis Talassinos einschläfern zu lassen. Dieser verweigerte das Tier anzusehen, weil er gegen die Kastrationseinsätze der Tierhilfe Kos ist. Daher musste Scruffy am Freitag nochmals 100km hin und her fahren, bis er endlich am Samstag bei einem dritten Tierarzt eingeschläfert wurde.
Allerdings musste auch hier ein einheimischer Tierschützer den Kater zu diesem Tierarzt bringen, sonst hätte dieser wahrscheinlich das Einschläfern ebenfalls verweigert.

Das sind die Tierärzte auf Kos. Alle der insgesamt vier Tierärzte wollen die Kastrationseinsätze der Tierhilfe Kos verhindern. Allerdings tut keiner, dieser angeblichen Ärzte, etwas für die Straßentiere von Kos, von denen es wahrscheinlich 50.000 auf der Insel gibt. Alle Fütterungsaktionen und Kastrationseinsätze müssen von privaten Organisationen oder Privatleuten finanziert und durchgeführt werden.

Scruffy’s Schicksal war kein Einzelschicksal - sein Leiden steht für hunderttausende Streunertiere in ganz Griechenland.