ÜBER UNS - UNSERE ZIELE
Der Verein
Tierhilfe Kos e.V.: Der Verein wurde 31.Oktober 2005 in Wien gegründet von Maria Winterleitner, Sonja Bognar und Susanne Tamandl. Derzeitiger Vorstand: Maria Winterleitner (Obfrau), Joachim Hetzl (Schriftführer), Michaela Mazakarini (Kassierin). ZVR-Zahl: 036472103; zuständige Behörde: Bundespolizeidirektion Wien.
Die Vereinsfunktionäre arbeiten ehrenamtlich, sie finanzieren ihre Aktivitäten durch Mitgliedsbeiträge und Spenden und realisieren ihre Aktivitäten mit Hilfe von Naturalspenden in Form von Medikamenten sowie honorarfreien Ärzteeinsätzen und weiteren Dienstleistungen. Kastrationsprojekte werden vom Europäischen Tier- und Naturschutzverein (ETN) bezuschußt.
Aktivitäten
Kastrationsprojekte: Der Verein organisiert und realisiert zwei Haupteinsätze im Jahr auf der griechischen Insel Kos. In diesem Rahmen werden 200 bis 300 Tiere p.a. (Katzen und Hunde) eingefangen, kastriert und wieder freigelassen. Bei den von der Inselbevölkerung und Politikern boykottierten Einsätzen von österreichischen Tierärzten und Helfern bemüht sich die Organisation um Akzeptanz durch Einbeziehung der örtlichen Tierärzte, Behörden und Informationsarbeit. Auf politischer Ebene kämpft der Verein um Arbeitsbewilligungen für europäische Tierärzte in Griechenland (denen das griechische Gesetz verbietet, zu praktizieren).
Aktionsziel
Priorisiertes Ziel ist, die Anzahl der streunenden Katzen und Hunde auf der griechischen Insel Kos nachhaltig zu dezimieren durch Kastration und Sterilisation sowie weitergehende tierärztliche Grundversorgung. Damit möchte der Verein zur Verbesserung der Lebensbedingungen und damit zur gesellschaftlichen Konfliktlösung beitragen.
Ein langfristiges Ziel ist die Errichtung eines Katzenheimes mit angeschlossener Klinik, in dem Hunde und Katzen medizinisch versorgt werden und alte, behinderte, kranke sowie sehr junge Katzen Aufnahme finden. Ein österreichischer Tierarzt soll Vorort stationiert werden. Das Netzwerk von auf Kos lebenden Tierfreunden soll vergrößert werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Streunertiere gefüttert und medizinisch versorgt werden können
Problemfeld
Die Streunerpopulation wird auf ungefähr 2000 Hunde und 300 000 Katzen geschätzt (Stand 2007). Die herrenlosen Tiere stellen auf der Insel Kos (wie in vielen Regionen der Levante) für die örtliche Fauna, aber auch für die Menschen ein Gesundheitsrisiko dar und verursachen permanente gesellschaftliche und politische Konflikte. Wild lebend, verbreiten sie Krankheiten und reißen Beute; sie vermehren sich unkontrolliert, was zu explosionsartigem Wachstum innerhalb einer Population führen kann. Das Leben von Streunertieren ist in der Regel kurz und gefährlich, die Sterberaten sind vor allem bei Katzen sehr hoch. Der Kampf um Sexualpartner, die Flucht vor Raubtieren oder die Anstrengungen, Nahrung zu erkämpfen oder ergattern, haben oftmals tödlichen Ausgang. Außerdem sind streunende Tiere permanent Krankheitserregern ausgesetzt, was ihr Immunsystem zusätzlich belastet. Die meisten Tiere sterben infolge von kommunal betriebenen Vergiftungsaktionen.
Lösungsweg
Amerikanische und Europäische Studien der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Verringerung von Populationen durch Kastrationsprojekte eine Laufzeit von mindestens drei Jahren benötigt. Andere Maßnahmen, die die explosive Vermehrung von Streunerpopulationen mit Hilfe von Verhütungsmitteln oder Impfungen unterbinden sollen, befinden sich noch im Entwicklungsstadium. Kastrationsprojekte oder TNR- (Trap Neuter Release) Kampagnen haben sich als effektiv, praktisch und am Humansten erwiesen – sie reduzieren Populationen, ohne den Tieren Schaden oder Schmerzen zuzufügen.
