WISSENSWERTES ZU TIEREN IN SÜDLICHEN LÄNDERN
Hier finden Sie Informationen über Einfuhrbestimmungen, wichtige Formulare und die häufigsten Krankheiten der Hunde in südlichen Ländern.
Einfuhrbestimmungen, Formulare, etc.
Website der Europäischen Union mit allen wichtigen Formularen
Wird noch ergänzt!
Krankheiten
Die häufigsten Infektionskrankheiten im Süden
Herzlichen Dank an die Arche Noah-Kreta, dass wir folgenden Text übernehmen durften.
Leishmaniose
Parvovirose
Ehrlichiose
Staupe
Leishmaniose
Die Leishmaniose der Hunde ist eine der gefürchtetsten Erkrankungen im Auslandstierschutz, insbesondere der am Mittelmeer angrenzenden Länder, wo die Durchseuchungsrate sehr hoch ist. Leishmanien sind Mikroparasiten, die von einer bestimmten Insektenart, der Sandmücke, beim Stich übertragen werden.
Leishmanien schränken die körpereigene Immunabwehr ein und vermehren sich in Zellen, die der Infektionsbekämpfung dienen. Deswegen kommt es bei leishmaniose-infizierten Tieren zu vermehrten zusätzlichen bakteriellen Infektionen. Aus diesem Grund verordnen Tierärzte häufig Antibiotika, die gegen die Zusatzinfektionen, nicht aber gegen die Leishmanien helfen. So kann lange Zeit die Leishmaniose unerkannt bleiben.
Woran erkenne ich eine Leishmaniose-Erkrankung beim Hund?
Die Symptome der Leishmaniose sind sehr zahlreich und treten unterschiedlich häufig und nicht immer alle auf einmal auf. So kann es sein, dass mehrere, an Leishmaniose erkrankte Hunde ganz unterschiedliche Krankheitsbilder zeigen. Je nach Erregertyp und Herkunftsland der Infektion haben die Erkrankungen auch verschiedene Symptomschwerpunkte.
Zuerst zeigen sich unspezifische Krankheitszeichen, die auch andere Ursachen haben könnten: Durchfall, Lahmen, Futterverweigerung, Gewichtsverlust, Schlappheit.
Ein schon deutlicherer Hinweis auf Leishmaniose sind gefranste Ohrränder. Manchmal ist gleichzeitig eine vermehrte Schuppenbildung im Fell zu beobachten.
Am häufigsten und typischsten für die fortgeschrittene Leishmaniose sind die Erscheinungen auf der Haut. Kreisrunde kleine Wunden an versteckten Stellen (z.B. an den Innenseiten der Ohren) sind erste Zeichen. Sie heilen nur sehr schlecht. In Griechenland kann man Leishmaniose-Hunde mit trockenen Krusten auf dem Kopf beobachten, während in anderen Ländern die Wunden mehr an den Beinen oder an der Nase erscheinen.
Es folgt Haarausfall an einzelnen Körperstellen oder am ganzen Körper. Manchmal fallen die Haare nur um die Augen herum aus. Auch zahlreiche entzündliche Erkrankungen der Augen sind häufig.
Wie schütze ich meinen Hund vor einer Ansteckung?
Die Sandmücke passt sich wie alle Lebewesen im Laufe der Zeit an veränderte Umweltbedingungen an. So konnte es geschehen, dass ihr Verbreitungsgebiet sich von den Mittelmeerländern immer mehr in Richtung Norden erweitert hat. Sandmücken gibt es angeblich vereinzelt auch in der Schweiz, in Süddeutschland und in Belgien. Dafür liegen aber noch keine eindeutigen Forschungsergebnisse vor.
Die aktive Zeit der stechenden Weibchen ist die Nacht und das auch nur, wenn in mehreren Nächten nacheinander eine Lufttemperatur von 20°C oder mehr erreicht wird. Bei starkem Wind fliegen Sandmücken nicht, in der Windstille legen sie in kurzer Zeit beachtliche Strecken zurück. Wenn sie sich also mit Ihrem Hund in gefährdeten Gebieten befinden, schützen Sie den Hund (und sich!) besonders zu diesen Zeiten vor Mückenstichen. Lassen sie ihn nicht im Freien schlafen, auch nicht im Auto. Die Sandmücke fliegt nur wenige Meter hoch. Wenn sie also die Nacht im 2. Stock eines Hauses verbringen, ist es ziemlich sicher, dass sie und Ihr Hund nicht von Sandmücken erreicht werden. Normales Glühbirnenlicht (aber nicht das Licht von Neon- oder Energiesparlampen) zieht die Sandmücke an, so dass sie noch einige Meter höher fliegt als normal. Die Sandmücke sticht ausschließlich schlafende Opfer.
Das derzeit einzige gegen Sandmücken erfolgreich getestete Hundehalsband wird von Intervet unter dem Namen Scalibor® Protectorband für Hunde vertrieben. Dieses Protectorband muss dem Hund ein bis zwei Wochen vor Urlaubsantritt angelegt werden und wirkt übrigens auch sehr überzeugend gegen Zecken. Das Halsband bekommen Sie bei Ihrem Tierarzt, fragen Sie nach!
Leishmaniose und andere Infektionskrankheiten werden immer mehr zum Problem im Tierschutz. Besonders problematisch ist dabei, dass deutsche Tierärzte relativ wenig Ausbildung und Wissen zu diesen Krankheiten haben. Es gibt sogar Tierärzte, die bei der Feststellung von Leishmaniose-Titern im Blut direkt zum Einschläfern raten, auch wenn das Tier gar keine Symptome zeigt. Das muss natürlich nicht sein.
Bei vielen Hunden bleibt es lange oder für immer unklar, ob sie wirklich an Leishmaniose leiden. Das deutlichste Anzeichen sind die typischen Hautaffektionen. Alle anderen Symptome können auch für zahlreiche andere Erkrankungen sprechen.
In Deutschland leben sehr viele Leishmaniose-positive Hunde ein frohes und unbeschwertes Leben. Die Argumentation, Leishmaniose-Hunde in Deutschland würden zur Verbreitung dieser Krankheit unter Hunden und Menschen beitragen, kann so nicht gehalten werden. Um ein vielfaches wahrscheinlicher als eine Verbreitung der Krankheit durch einen infizierten Hund ist die Möglichkeit, als Tourist unbemerkt eine infizierte Sandmück im PKW nach Deutschland einzuführen. In unserer extrem mobilen Welt, in der sich die Grenzen immer mehr öffnen, ist die Ausbreitung von vormals ortspezifischen Krankheiten vorprogrammiert. Die Schuld dafür darf nicht einzelnen Tiergattungen zugeschoben werden.
Parvovirose
Die Parvovirose ist eine Erkrankung, die durch einen Virus hervorgerufen wird. Dieser Virus wird über den Kot erkrankter Hunde übertragen. Die Parvovirose ist im südlichen Ausland ein sehr großes Problem. Aber auch in Deutschland gibt es bei Züchtern und in Tierheimen in den letzten Monaten und Jahren wieder vermehrte Parvovirose-Ausbrüche, die zunächst unerklärlich erschienen. Ein möglicher Grund für die zunehmenden Parvo-Fälle in Deutschland ist die Fähigkeit eines Virus, sich zu verändern. In anderen Ländern haben sich andere Virenstämme gebildet, die praktisch mit jedem Touristen nach Deutschland eingeschleppt werden können. Besonders auffällig war dies, als sich die Grenzen nach Osten öffneten. Aber auch in Deutschland können sich Viren spontan verändern und so die Immunität, die Tiere durch Impfen oder durchgemachte Erkrankungen haben, umgehen.
Die Parvovirose ist extrem ansteckend und auch auf Kreta ein großes Problem. Die Viren werden von infizierten Tieren bis zu zwei Wochen lang mit dem Kot millionenfach ausgeschieden. Das Parvovirus ist zudem sehr langlebig und kann über viele Monate Infektionen hervorrufen. Es verhält sich resistent gegenüber Temperaturschwankungen und herkömmlichen Desinfektionsmitteln. Eine Stelle, an der ein Parvoviren ausscheidender Hund seinen Kot hinterlassen hat, kann nach Wochen noch für einen schnuppernden Welpen tödliche Folgen haben. Wenn Sie mit Ihrem Schuh auf eine solche Stelle treten (ohne dass da auch sichtbarer Kot dran kleben muss), tragen Sie Viren mit sich, an denen sich jeder Hund infizieren kann, dem Sie begegnen. Für erwachsene, einigermaßen gesunde Hunde ist die Parvovirose nicht so gefährlich. Zwar gibt es Erkrankungen, aber sie verlaufen selten tödlich. Welpen sterben je nach körperlicher Verfassung zu 80% an einer Infektion mit dem Parvovirus.
Das Verhalten des Parvovirus macht uns folgendes klar: die Gebäude und Gärten/Ausläufe von Familien/Pflegestellen/Tierheimen, die an Parvo erkrankte Hunde hatten, sind durchseucht, falls die kranken Tiere nicht in einer Quarantäne gehalten wurden, die sich komplett desinfizieren lässt.
Erkrankte Tiere zeigen ein reduziertes Allgemeinbefinden, z.T. Fieber, starkes Erbrechen und Durchfälle, die explosionsartig abgesetzt werden und oft Blut enthalten. Parvovirose hat einen ganz bestimmten metallischen Geruch. Wer einmal an Parvo erkrankte Hunde gepflegt hat, kann buchstäblich die Parvovirose am Geruch erkennen.
Der durch Durchfall und Erbrechen sehr hohe Wasser - und Elektrolytmangel führt zu Gewichtsverlusten bis zu 15 %. So ist auch das größte Problem bei an Parvo erkrankten Hunden die Dehydration (Entwässerung). Eine der wichtigsten lebensrettenden Maßnahmen ist dementsprechend auch eine künstliche Wasserzufuhr über Infusion. Bei einem Verdacht auf Parvovirose sollte nicht erst abgewartet werden, ob die Erkrankung sich von allein bessert. Die Krankheit schreitet so schnell fort, dass schon nach wenigen Tagen irreversible Schäden an der Darmwand entstanden sind, die den Tod der Tiere zur Folge haben. Gelingt es dem Hund, die Virusinfektion die ersten 4-5 Tage zu überleben, hat er Chancen, die Krankheit zu überstehen.
Die schwierige Impfung gegen Parvovirose
Gleich nach der Geburt nimmt der Hundewelpe über die Muttermilch eine große Menge von maternalen (von der Mutter stammenden) Antikörpern gegen die Parvovirose auf. Diese Antikörper der Mutter schützen den Welpen während der ersten Lebenswochen vor einer Erkrankung an Parvovirose. Während dieses Zeitraums ist es nicht möglich, einen Welpen erfogreich gegen Parvo zu impfen, denn die Antikörper der Mutter machen keinen Unterschied zwischen einer echten Infektion und einer Impfung: sie bekämpfen den Erreger, ohne dass das Abwehrsystem des Welpen in Kraft treten muss.
Wächst der Welpe heran, verliert er immer mehr dieser Antikörper von der Mutter. Irgendwann hat er davon zu wenig, um vor einer Infektion geschützt zu sein. Leider sind aber zu diesem Zeitpunkt immer noch so viele Antikörper da, dass nicht erfolgreich geimpft werden kann: der eingeimpfte Erreger wird schneller unschädlich gemacht, als das Immunsystem des Welpen reagieren kann. Diese kritische Zeit nennt man "immunologische Lücke". Um einen Welpen vor Parvovirose zu schützen, darf also weder zu früh, noch zu spät geimpft werden.
Ehrlichiose
Die Ehrlichiose ist eine in den Mittelmeerländern, tropischen und subtropischen Gebieten weit verbreitete Hundekrankheit, die von Zecken übertragen wird. Aber auch in Mitteleuropa und sogar in einigen skandinavischen Ländern wurden Zecken gefunden, die Träger der Ehrlichiose sind. Oft übertragen dieselben Zecken auch die Babesiose. Die Erreger sind Kleinstorganismen.
Ein bis drei Wochen nach der Ansteckung mit Ehrlichiose-Erregern kommt es zum Krankheitsausbruch. Je nach Lage des Immunsystems und Schwere der Erkrankung kommt es zu einer Spontanheilung oder zur chronischen Erkrankung. Bei durch mangelhafte Lebensbedingungen geschwächten Tieren verläuft die Krankheit manchmal schwerer.
Die Erkrankung ist durch drei Phasen gekennzeichnet: akut, subklinisch und chronisch. In der akuten Phase ist der Hund matt und verweigert das Futter. Unter Umständen treten Nasenbluten und punktförmige Blutungen auf den Schleimhäuten auf. In der subklinischen Phase merkt man den betroffenen Hunden nichts mehr an. Die subklinische Phase kann Monate bis Jahre andauern.
Es kann zu einer Spontanheilung kommen oder aber zu einem Übergang in die chronische Phase, wenn der Organismus nicht in der Lage ist die Ehrlichien zu bekämpfen. Dies kann bedingt sein durch ein schwaches Immunsystem durch mangelhafte Lebensbedingungen oder parallel verlaufende Erkrankungen, die den Organismus schwächen und ihm nicht genügend Widerstandskraft lassen. Später können sich Knochenmarkschäden und chronische Blutarmut einstellen. Die Hirnhäute können betroffen sein, in diesem Fall treten Symptome von Muskelzuckungen bis Krampfanfällen, eingeschränkter Beweglichkeit vor allem der Hinterläufe auf.
Typisch für die chronische Ehrlichiose ist eine erhöhte Blutungsneigung mit Nasenbluten und punktförmigen Blutungen auf den Schleimhäuten. Möglich sind auch Blutbeimengungen im Kot und Urin. Aber auch Symptome wie Fieber und Abmagerung können auftreten.
Die Diagnose der Ehrlichiose findet über eine Blutuntersuchung statt. Der direkte Nachweis (Erregernachweis) gelingt leider nur selten. Der indirekte Nachweis erfolgt in Form eines Antikörpertiters. Antikörpertiter lassen sich erst 20 Tage nach der Infektion nachweisen.
Der dreiphasige Verlauf der Erkrankung gibt uns die Möglichkeit, besonnen mit dieser Erkrankung umzugehen, da keine akute Lebensgefahr besteht. Wenn bei einem symptomfreien Hund im Bluttest Antikörper gegen Ehrlichien nachgewiesen sind, besteht noch kein Anlass zu medikamentösen Behandlungen. Einerseits ist es möglich, dass der Hund die Antikörper besitzt, weil er eine Infektion erfolgreich überstanden hat, andererseits kann es bedeuten, dass er sich in der latenten Phase der Erkrankung befindet und dementsprechend durch positive Lebensbedingungen noch gute Chancen auf eine vollkommene Heilung aus eigener Kraft bestehen.
Da Ehrlichien innerhalb der Körperzellen des infizierten Tieres leben, sind nur wenige Antibiotikagruppen in der Lage, den Keim zu treffen. Standard in der Therapie der Ehrlichiosen ist Doxycyclin (Wirkstoffgruppe der Tetracycline). Grundsätzlich nicht wirksam sind Penicilline und Cephalosporine.
Sehr gefährlich für infizierte Welpen werden oft Tierärzte in Deutschland, die nach einem "Südcheck" Ehrlichiose-Titer feststellen. Da überall in der Fachliteratur Doxycyclin als das probate Mittel gegen Ehrlichiose angegeben wird, werden sehr oft auch Welpen mit hohen Dosen dieser Antibiotika behandelt. Vielen Tierärzten ist anscheinend nicht bekannt, dass Welpen Tetracycline nicht vertragen. Die Hersteller dieser Antibiotika warnen ausdrücklich davor, sie bei Jungtieren anzuwenden.
Wir mussten leider mehrere Fälle erleben, bei denen gesunde Welpen (um die 3-5 Monate alt) aufgrund eines festgestellten Titers so massiv mit Doxycyclin behandelt wurden, dass sie auf Grund dieser Behandlung eines tagelangen qualvollen Todes mit Dauererbrechen und sehr heftigen Krampfanfällen gestorben sind.
Bei Kenntnis der Erregerüberträger, nämlich der Zecken und ihrer Lebensweise wird deutlich, dass auch die Ehrlichiose keine "von importierten Tieren eingeschleppte" Erkrankung ist. Es ist allein die Wahrscheinlichkeit höher, dass sich ein Hund in den Mittelmeerländern oder tropischen Gebieten infiziert. Die Übertragung von einem erkrankten Hund auf einen anderen ist in Deutschland sehr unwahrscheinlich, da die Zecke in ihrem Lebenszyklus durch verschiedene Entwicklungsstadien geht, in denen jeweils verschiedene Wirtstiere befallen werden. Der Befall von großen Säugetieren gehört in das letzte Entwicklungsstadium der Zecke und geht der Eiablage und dem Tod der Zecke voraus. Ein wirksamer Zeckenschutz bei Tieren, die mit auf Reisen genommen werden, ist das Scalibor-Protektor-Halsband, das als einziges auch die Leishmaniose- übertragende Sandmücke fern hält.
Staupe
Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Das Krankheitsbild ist seit mehr als 2 Jahrhunderten bekannt. Das Staupevirus kommt in allen Ländern mit Hundehaltung vor und ist auch in Deutschland noch weit verbreitet. Auch für die Staupe trifft zu, dass lokal neue Erregertypen entstehen, gegen welche die gängigen Impfstoffe unwirksam sind. Zunehmende Reiseaktivitäten und Öffnung der Grenzen haben neue Staupedurchbrüche nach sich gezogen. Die Staupe kann nicht nur von Hund zu Hund, sondern auch von Wildtieren wie Mardern, Frettchen, Füchsen und anderen Fleischfressern übertragen werden. Allerdings geschieht die Infektion nur durch direkten Körperkontakt.
Ein infizierter Hund scheidet mit sämtlichen Sekreten und Exkreten das Virus (Tröpfcheninfektion) aus, welches anschließend von einem anderen Tier über die Atmung oder den Fang aufgenommen wird.
Erste Krankheitsanzeichen treten etwa 1 Woche nach der Ansteckung auf (=Inkubationszeit). Sie beginnen mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wäßrig-klarem Augen- und Nasenausfluss, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig wird. Dieser Ausfluss ist im höchsten Maße ansteckend. Entweder unmittelbar anschließend, oder nach einer fieberfreien Phase der scheinbaren Erholung, können weitere Krankheitssymptome auftreten. Ein manifester Verlauf ist vorwiegend im Alter von 3 bis 6 Monaten bei geschwächten Hunden oder gelegentlich bei alten Tieren zu erwarten. Welpen, die vor oder während des Wachstums der zweiten Zähne erkranken bekommen häufig ein sogenanntes Staupegebiss. Verschieden starke Entwicklungsstörungen haben Verfärbungen und Deformierungen der Zähne zur Folge.
Die gastrointestinale (den Magen und Darm betreffende) Form zeigt folgende Symptome: Erbrechen, katharrhalischer Durchfall, Austrocknung und rasche Abmagerung. Durchfall vor oder mit die Atmung betreffenden Symptomen ist immer ein deutliches Signal einer möglichen Staupeinfektion. Bei allen Krankheitsformen der Staupe kann sich gegen Ende das sogenannte Staupeexanthem, ein Ausschlag am Unterbauch entwickeln, der den Beginn der Genesung anzeigt.
Eine seltenere Komplikation ist die sog. nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren.
